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Dezember 17, 2011

Martin Mosebach

Pünktlich zum Jahresende, am 15. Dezember 2011, rundete der Georg-Büchner-Preisträger Martin Mosebach unser Programm ab. Anders als zunächst angekündigt, entschied sich Mosebach spontan nicht aus seinem aktuellen Prosaband Was davor geschah zu lesen, sondern auf sein Steckenpferd – die Erzählung – zu setzen.

In seinem Essayband Als das Reisen noch geholfen hat, ist der historische Roman das konstante Element einer Wanderung zwischen Literaturgeschichtsschreibung und Kunst. Doderer, Mann oder Goethe – der germanistische Kanon taucht ein in eine vielschichtige Analyse. „Nichts kann einem Schriftsteller gefährlicher werden, als das Festhalten an einem bestimmten Theoriekonstrukt“, betont Mosebach. Bei der Rezeption stellt er klare Anforderungen: Der Leser soll lernen, soll erfahren, soll reicher aus dem Lektüreerlebnis hervorgehen als zuvor.

Ohne Frage zeigt Mosebach in zahlreichen Nuancen seine sprachliche Brillanz und sein schriftstellerisches Können. Es wird schnell ersichtlich, warum er zur literarischen Elite Deutschlands zählt. Auf der anderen Seite ist Mosebach ein Schriftsteller der polarisiert. Insbesondere in der anschließenden Diskussion wurden ausdrucksstarke Ansichten vertreten.

Mehr zu Martin Mosebach, seinem Werk, Pressestimmen und eine Leseprobe zu Was davor geschah findet Ihr in unserem Programmheft.

Programmheft Martin Mosebach